Steinkauz

Kleiner Kauz in großer Not

 

 

Steinkauz         (Foto: Tom Dove)
Steinkauz (Foto: Tom Dove)

Der Steinkauz ist eine kleine Eule (kleiner als eine Haustaube), die das ganze Jahr über in ihrem Revier anzutreffen und haupt-sächlich in der Dämmerung aktiv ist. Mit seinen ausgeprägten "Augenbrauen" und den großen Augen blickt er etwas finster drein, bei Erregung wirkt er durch sein lebhaftes Rufen und charakteristisches Knicksen aber eher wie ein kleiner Kobold.

 

Vor allem die ausgedehnten Grünlandflächen entlang der großen Flüsse mit vielen alten Kopfweiden, aber auch die strukturreiche bäuerliche Kultur-landschaft mit Streuobstwiesen bzw, Obsthöfen boten für den Höhlen bewohnenden Steinkauz ideale Lebensräume.

 

Bis in die 1960er Jahre hinein war der Steinkauz noch ein verbreiteter Brutvogel in Niedersachsen. Seither ist in den meisten Gebieten ein starker Rückgang zu verzeichnen, sodass der Kauz inzwischen bundesweit als stark gefährdet auf der Roten Liste steht. Aus unserer Region gab es in den letzten Jahren lediglich Hinweise auf ein Vorkommen in Lüdingworth-Osterende sowie 2010 und 2011 je eine Sichtbeobachtung aus Lüdingworth-Westerende. 2013 konnte erstmals seit Jahren eine erfolgreiche Brut mit drei flüggen Jungvögeln in der Börde Lamstedt nachgewiesen werden.

Verantwortlich für den Zusammenbruch der Steinkauzbestände sind vor allem der Verlust von Nisthöhlen und Tagesverstecken durch die Rodung alter Obstbäume und Kopfweiden sowie der Strukturwandel und die Intensivierung der Landwirtschaft einschließlich der Umwandlung von Grünland in Ackerflächen. Im dichten, hohen Gras der Silograsflächen sowie in Getreide- oder Maisäckern sind Regenwürmer, die der Steinkauz zu Fuß erbeutet und die einen Großteil seiner Nahrung ausmachen, unerreichbar.

 

Schutzmaßnahmen:

Abgesehen von der Förderung extensiver Grünlandbewirtschaftung mit ganzjährig kurzer Vegetation durch entsprechende Agrarumweltprogramme gibt es verschiedene Schutz- und Hilfsmaßnahmen:

- Erhalt von Streuobstwiesen/Obsthöfen mit Hochstammobstbäumen;

- Erhalt alter Kopfweidenbestände durch Pflegeschnitt;

- Neuanlage von Streuobstwiesen abseits von stark befahrenen Straßen (z.B. NABU-

  Streuobstwiese Lüdingworth);

- Ausbringen spezieller mardersicherer Brutröhren in Gebieten mit wenigen Natur-

  höhlen.

 

Der NABU Cuxhaven

- bittet dringend um Meldung aller Steinkauzbeobachtungen oder -verdachtsfälle in

  unserer Region:

- stellt kostenlose Flyer mit Informationen zum Steinkauz sowie Bauanleitungen für

  Steinkauzbrutröhren zur Verfügung: die Broschüre "Der Steinkauz" ist im NABU-

  Umweltzentrum Cuxhaven erhältlich;

- sucht handwerklich geschickte Bastler, die für den NABU Steinkauz-Brutröhren

  bauen möchten (Material wird gestellt).

 

Flyer "Kleiner Kauz in großer Not"
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04.18 für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2018 steht zum Download bereit!

 

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