AG Gartenlust & Blütensaum

Initiative für mehr Natur im Garten und am Wegesrand

Jeder Autofahrer hat es unmittelbar vor Augen: die Insektenbestände in Deutschland gehen dramatisch zurück. Während vor gar nicht langer Zeit bei jedem Tankstopp an der Autobahn die Windschutzscheibe gründlich mit dem Insektenschwamm gereinigt werden musste, findet man heute kaum noch lästige Insektenreste auf der Scheibe.

Was vordergründig als angenehm erscheinen mag, ist letztendlich Ausdruck einer dramati-schen Entwicklung, denn Insekten haben eine unersetzbare Funktion in der Natur. Mehr als 70 % unserer Kulturpflanzen und 90 % aller Wildpflanzen werden von Insekten bestäubt. Dies zeigte drastisch u.a. eine Aktion des NABU mit einem Supermarkt in Langenhagen aus dem Jahre 2018, wo für einen Tag alle von Insektenbestäubung abhängigen Produkte aus den Regalen geräumt wurden. 60 % aller Regale blieben leer! Aber auch für Vögel, Säugetiere, Reptilien und Amphibien sind Insekten als wichtige, oft einzige Nahrungsquelle von immenser Bedeutung.

Gemulchter Wegeseitenrand Foto Hans-J. Ropers
Gemulchter Wegeseitenrand Foto Hans-J. Ropers

Nahe liegt, dass  die intensive Landwirt-schaft mit artenarmen Monokulturen und Pestizideinsatz  einen wesentlichen Anteil am Insektenschwund hat. Aber auch die Kommunen tragen dazu bei, indem sie die Seitenränder der Wirtschaftswege zur falschen Zeit und meist zu häufig mähen oder mulchen und damit den Insekten ihre letzte noch verbliebene Blütennahrung entziehen. Hinzu kommen in den Dörfern und Städten Flächenversiegelung und eine zu intensive Grünflächenpflege. Dabei sind Gärten und Grünflächen, die eine ebenso große Fläche einnehmen wie alle Nationalparke und Naturschutzgebiete zusammen, ein wichtiger Zufluchtsort für viele Insektenarten - ein Umstand, der vielen Gartenbesitzern gar nicht bewusst ist.

Trockenbeet mit Wildblumen Foto NABU/E. Neuling
Trockenbeet mit Wildblumen Foto NABU/E. Neuling

Hier setzt die im Herbst 2017 gegründete AG Gartenlust & Blütensaum an. Sie will Anregungen geben, wie man den eigenen Garten in einen Wohlfühlort verwandeln kann, in dem auch Vögel, Hummeln, Igel & Co ein Zuhause finden. Neben der Vermittlung von Tipps und Tricks, wie man auf einfache Weise die Vielfalt im Garten fördern kann, werden auch Mitmachaktio-nen angeboten, bei denen praktische Erfahrungen mit der Anlage von Natur-gartenelementen vermittelt werden. So wurden z.B. eine Benjeshecke errichtet, eine Trockenmauer gebaut oder Insektennisthilfen hergestellt. Darüber hinaus ist die AG in Gesprächen mit der Gemeinde Wurster Nordsee-küste, um kommunale Flächen insektenfreundlicher zu gestalten.

 

Die AG hat ihren Arbeitsschwerpunkt in der Gemeinde Wurster Nordseeküste und freut sich über weitere Garten- und Naturfreund*innen, gern auch aus den Nachbargemeinden, die mit-helfen möchten, unsere Umwelt bunter werden zu lassen. Gruppentreffen finden in der Regel am ersten (Planungsgruppentreffen) und dritten Montag im Monat statt. Treffpunkt ist das Heimathaus Midlum, Am Markt 7 (s. auch Veranstaltungsprogramm).

 

Kontaktadressen:  

    

Barbara Mohrmann    04742/8373

Barbara Kovermann   04721/26803

Andrea Priess          04741/1708

Imke Tiedemann       04741/1708

Hans-J. Ropers         04741/1596

Machen Sie uns stark

Spendenkonto IBAN DE48 2415 0001 0000 1994 06      

Machen Sie mit und retten Sie unsere Naturschätze!

 

 

Das neue Veranstaltungs-programm "Natur erleben zwischen Elbe und Weser" für den Zeitraum April - Juni 2019 steht zum Download bereit.

Programm_Aussen_0219.pdf
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Programm_Innen_0219.pdf
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