Igelhilfe

Hilfe und Information gibt sehr gerne die Igelhilfe im Landkreis Cuxhaven e.V. 

Stefanie Röse.
Tel. 0160 957 980 61

Lesen Sie unten, wie ein Tag bei ihr aussieht!

  • Füttern: Igel sind Fleischfresser! Auf keinen Fall Milch anbieten. Bewährt hat sich Katzenfutter mit hohem Fleischanteil, nass oder trocken (dann bitte immer Wasser dazustellen)!
  • Achtung, auch im Winter anbieten. Die Igel wachen manchmal auf und haben Hunger. 
  • Nähere Informationen und eine Anleitung, wie ein Igelhaus gebaut werden kann, finden Sie hier.
  • Rasenmäherroboter  unbedingt am Abend ausstellen! Der Igel oder andere Tiere könnten sehr schlimm verletzt werden. Nähere Informationen finden Sie hier.
  • Schneckenkorn Schneckenkorn kann auch für Igel tödlich sein. Es gibt unterschiedliche Wirkstoffe. Weitere Informationen gibt es hier

Mehr Informationen zum Igel und wie Sie ihm helfen können finden Sie in der NABU-Broschüre.


Ein Tag auf der Igelstation von Stefanie Röse

5.00 Uhr

  • aufstehen
  • spätestens ab 6.00 Uhr ist das große Saubermachen angesagt
  • alle Igel-Ställe müssen sauber gemacht werden ... bis zu 36 Stück
  • Zeitungen werden zusammengerollt und entsorgt
  • neue Zeitungen werden ausgelegt
  • das Stroh, indem die Igel schlafen, wird rausgeholt und neues eingelegt
  • die Wasserschüsseln werden ausgewaschen
  • die Futtertöpfe eingesammelt
  • die Trockenfutterschälchen neu aufgefüllt
  • wache Igel bekommen eine "Frühstücksration" an Nassfutter
  • Stall ausfegen
  • die benutzen Schüsseln abwaschen

von 8.00 bis 13.30 Uhr zur Arbeit gehen


14.00 Uhr

  • Kontrolle der einzelnen Igelställe
  • evtl. Neuaufnahmen annehmen - wiegen - kontrollieren - farblich markieren - Daten erfassen
  • evtl. interessierten Kinder und Erwachsene die Igelstation zeigen und erklären

18.00 Uhr

  • Futter für alle Igel herrichten
  • darauf achten, dass jeder Igel "seine" Medikamente bekommt
  • Nassfutter mit Rührei, gekochter Hühnerkeule, angebratenen Rinderhack, Leinöl oder Vitamintropfen "aufpeppen"
  • Fressschalen zu den Igelställen bringen
  • evtl. noch Mal Zeitungspapier neu auslegen
  • evtl. Babymilch anrühren
  • Babyigel alle 2 - 3 Stunden mit der Flasche füttern, auch nachts, d. h. um 22.00 Uhr - 00.00 Uhr - 2.00 Uhr - 3.00 Uhr - 5.00 Uhr aufstehen und füttern
  • Spätestens ab 6.00 Uhr ist wieder das große Saubermachen angesagt

Zwischendurch klingelt das Telefon und Menschen suchen Rat bzgl. Igel

 

Durch diese Verpflichtung gibt es:

kein Urlaub - kein langes Wochenende - keine "großen" Feiern ...

Finanziert alleinig durch Spenden und persönliches Engagement/Eigeninitiative.


© Igelhilfe im Landkreis Cuxhaven e.V.

Teamarbeit zwischen NABU-Cuxhaven und der Igelhilfe im Landkreis Cuxhaven

Hilferuf der aufmerksamen Anwohner rettet Igel

Vor vier Wochen erreichte die Igelhilfe Landkreis Cuxhaven ein Hilferuf: In einem Wohngebiet an der Grimmershörn-Bucht sollten zwei Häuser abgerissen werden, die verwilderte Gärten besaßen, in denen unter anderem Igel ein- und ausgingen.

Um diese Igel vor dem Tod zu bewahren, wurde mit dem sehr kooperativen Bauleiter der Baufirma und der Naturschutzbehörde vereinbart, dass einige Tage vor Abriss das Grundstück betreten werden dürfe.

Die um Hilfe rufenden Nachbarn vergrößerten Schlaf- und Futtermöglichkeiten, so dass nicht mehr nur einer, sondern sechs Igel ihre Angebote annahmen.

Die Unruhe der Entkernungsarbeiten trug wahrscheinlich zur "Abwanderung" bei. Vier Tage vor dem Abriss wurde das Gelände mit einem spezialisierten Hund nach Igelfährten und -nestern abgesucht. Da kein Igel mehr angetroffen wurde, wurden alle Unterschlupf-Möglichkeiten unbrauchbar gemacht.

Einen Tag vor dem Abriss, am 02.11.2025, musste das Grundstück ein letztes Mal akribisch abgesucht werden. Zehn Aktive des NABU-Cuxhaven rückten an und durchkämmten das gesamte Gelände.

 

Die gelungene Zusammenarbeit wurde  mit einem Apfelpunsch begossen!

Besuch bei der Igelpflege am 01.10.2025

Obwohl wir uns alle freuen, wenn ein Igel in unserem Garten lebt, obwohl viele den Igel mit naturnahen Gartenbereichen und Igelhäuschen unterstützen, obwohl ihn viele das ganze Jahr über Futter zur Verfügung stellen, ist er trotzdem in diesem Jahr auf der roten Liste der bedrohten Tierarten in Deutschland gelandet.
Die Mitarbeiter des NABU-Umweltzentrums sind häufig die erste Anlaufstelle beim Fund eines hilfsbedürftigen Igels. Um qualifiziert Auskunft geben zu können, informierten sie sich bei einem Besuch bei Stefanie Röse von der Igelhilfe im Landkreis Cuxhaven e.V., über Erste-Hilfe-Maßnahmen.
Während des Rundganges in der Igel-Auffangstation mit derzeit über 70 Pfleglingen, stand das Telefon nicht still und es wurden auch noch vier weitere verwaiste Igel-Babies in ihre Obhut gegeben. Bei der Aufnahme der kleinen Neuankömmlinge wurde das NABU-Team gleich mit einbezogen.
Als Anerkennung für die unermüdliche Arbeit des Igel-Hilfe-Teams in Osterbruch und als Dank für den informativen Nachmittag übergab Karl Behn, erster Vorsitzender des NABU-Cuxhaven, Stefanie Röse einen Spendenscheck.
Was viele nicht wissen: der in der Nacht fahrende Mähroboter kann dem Igel großen Schaden zufügen! Eine bis zum 20.10.25 laufende Petition ruft zu einer niedersachsenweiten einheitlichen Regulierung der Einsatzzeiten für Mähroboter auf. Hierzu mehr Infos siehe oben.
Kontakt zur Igelhilfe: www.Igelpflege.de oder unter der Telefonnummer 0160-95798061"